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GR-Verhandlungen - Die Schule war sein Beruf und seine Berufung

Hugo Fehr lacht. Der Widnauer Schulpräsident war rund 18 Jahre im Amt. Ende September übergibt er das Präsidium an seinen Nachfolger Richard Dünser. Noch weiss er nicht, wie sich die Pensionierung anfühlt und ob ihm seine Führungsfunktion nicht doch fehlen wird: «Ich habe sehr viel Herzblut darauf verwendet, das steht fest.»

Zeitenwende und Umbrüche in der Schule Widnau
Was mit einer KV-Lehre in der Gemeindeverwaltung Diepoldsau begann, wurde zur langjährigen Schulkarriere in der Gemeinde Widnau. Hugo Fehr fasste auf dem Widnauer Grundbuchamt und in der Gemeindekanzlei Fuss. Vor 40 Jahren übernahm er die Aufgabe des Schulaktuars. Und seither hat ihn die Schule nicht mehr losge­lassen. Noch wurde die ganze Ratsarbeit nebenamtlich erledigt. Der Schulrat visitierte die Lehrkräfte, stellte neue Lehrpersonen ein und entschied sogar über Stellvertretungen im Krankheitsfall. Die Schaffung des Schulsekretariats war der erste Schritt in Richtung Professionalisierung. Hugo Fehr wurde 1981 als Schulsekretär eingestellt. Er spricht von «Zeitenwende». Das Schulsekretariat wurde zur zentralen Anlaufstelle für alle.

20 Jahre später kam es zum nächsten Umbruch: Widnau stimmte über die Einheits­gemeinde ab und wählte einen neuen Schulpräsidenten. Der parteilose Schulsekretär wurde mit zwei Dritteln der Stimmen zum Präsidenten gewählt, die Einheitsgemeinde wurde angenommen. Hugo Fehr war nun auch Mitglied des Gemeinderates, sein Schulbudget war Teil des Gemeindebudgets. Und schon bald änderten sich die Strukturen erneut. Für die personellen und pädagogischen Belange wurden Schulleitungen eingesetzt. Die operative Schulführung wird heute durch die wöchentliche Schulleiterkonferenz wahrgenommen, der auch der Schulpräsident angehört. «Die Schule Widnau zeichnet sich durch kurze Wege und zeitnahe Entschei­dungen aus», sagt Hugo Fehr. Der Schulrat sei heute eine Art Verwaltungs­rat. «Er ist vom operativen Geschäft entlastet und tagt noch rund neun Mal pro Jahr. Schulbesuche bei Lehrpersonen sind freiwillig.»

Der Personalwechsel war gering und das Budget wurde nie überschritten
Nicht nur die Führungsstrukturen haben sich gewandelt, auch baulich hat sich seit 2001 viel bewegt: Das Schulhaus Wyden wurde erweitert und renoviert, das neue Schulhaus Schlatt gebaut und der Kindergarten Girlen totalsaniert. Die über Jahre angestrebte Zentralisierung der Schulbauten, die mit der Fertigstellung des Schul­hauses Schlatt im Sommer 2016 Tatsache wurde, ist für Hugo Fehr ein Meilenstein.

Und was hat ihn am meisten gefreut in den vergangenen 18 Jahren? Seine Antwort kommt prompt: «Es war der Einsatz für junge, heranwachsende Menschen und die gute Zusammenarbeit mit den über 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Schulbereich.» Diese schätzten seinen zielorientierten, menschlichen Führungsstil. Hugo Fehr: «Sie spürten, dass sie in heiklen Situationen unterstützt wurden. Trotzdem gab es auch Situationen, wo wir uns von Mitarbeitenden trennen mussten.» Der Personalwechsel war gering. «Wir stellten den Lehrpersonen die nötigen Ressourcen mit Augenmass zur Verfügung, ohne zu knausern, aber auch ohne das Geld aus dem Fenster zu werfen.» Das jährliche Schulbudget, das heute 17 Mio. Franken beträgt, ist während seines Präsidiums nie überschritten worden.

 


Vom Aktuar zum Widnauer Schulpräsidenten: Hugo Fehr blickt zurück
Vom Aktuar zum Widnauer Schulpräsidenten: Hugo Fehr blickt zurück

Datum der Neuigkeit 29. Sept. 2018

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