Willkommen auf der Website der Gemeinde Widnau



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
Home
Wetter Widnau - App
vorhergehender Schritt

Die Umbaupläne liegen vor

Rund 40 Anwohnerinnen und Anwohner liessen sich am Montag über die temporäre Wohnanlage für Flüchtlinge und Asylsuchende informieren.

Zwar ist die Zahl der Asylsuchenden nicht mehr ganz so hoch wie 2015; eine Entwarnung sei dennoch nicht in Sicht, meinte Gemeindepräsidentin Christa Köppel an der zweiten Orientierungsversammlung im neuen Schulhaus Schlatt. Das Aufnahmekontingent für die St. Galler Gemeinden betrage weiterhin ein Prozent der ständigen Wohnbevölkerung, das sind für Widnau derzeit 94 Personen. Die Umnutzung der ausgedienten Schulanlage Nefenfeld zur temporären Wohnanlage werde daher planmässig weiterverfolgt und das Baugesuch für die Umnutzung öffentlich aufgelegt.

Leichtbauwände, Sammelduschen und Küchen-Fertigelemente
Gemäss den Planunterlagen wird jedes Schulzimmer in zwei Wohneinheiten aufgeteilt, die zwei bis drei Personen Platz bieten. Leichtbauwände, Sammelduschen und Küchen-Fertigelemente halten die Kosten tief. "Wir nutzen das, was wir haben", brachte es die Leiterin Liegenschaftsverwaltung Miriam Stoffel auf den Punkt. Die Umrüstung soll zweckmässig und kostengünstig sein.

Vorgesehen ist, dass der Schulhaus-Altbau, der ursprünglich ein Wohnhaus war, in erster Linie für allein reisende Frauen, Frauen mit Kindern oder für Familien genutzt wird. Die Zimmer im Ziegelbau für allein reisende Männer. Sobald die Kindergartenkinder den frisch sanierten Kindergarten Girlen bezogen haben, wird der Kindergarten-Pavillon im Nefenfeld für ältere und gebrechliche Personen umgerüstet.

Die Betreuung und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbenden werde immer anspruchsvoller, machte Christa Köppel klar. Deshalb habe der Gemeinderat beschlossen, diese Aufgabe, die bisher teilweise von der ABS Betreuungsservice AG übernommen wurde, per Ende März 2017 mit eigenen Mitarbeitenden sicherzustellen. Anita Bosser, seit Juni 2016 als Projektverantwortliche Asylwesen der Gemeinde engagiert, wird diese Aufgabe übernehmen. Zusammen mit einem männlichen Betreuer wird Bosser zu Bürozeiten in der Wohnanlage Nefenfeld arbeiten und sich um die Administration und die Betreuung kümmern. Die beiden werden aber auch Ansprechpersonen für die Nachbarn sein. Für Sicherheit sorgen bauliche Massnahmen wie offene, gut beleuchtete Wege und Abgrenzungen zu den Nachbargrundstücken. Eine verbindliche Hausordnung und die aktive Beschäftigung der Bewohnenden sorgen für einen reibungslosen Alltag. In dringenden Fällen sind die Betreuungspersonen auch ausserhalb der Bürozeiten erreichbar. In Konfliktfällen wird die Polizei aufgeboten.

Beschäftigungs- und Betreuungskonzept für möglichst guten Einstieg
Neben der Beherbergung von Asylsuchenden ist auch deren soziale Integration Aufgabe der Gemeinden. Die Projektverantwortliche Asylwesen, Anita Bosser, hat nicht nur das räumliche und bauliche Konzept entwickelt; sie hat auch ein Beschäftigungs- und Betreuungsprogramm erstellt: "In der Wohnanlage Nefenfeld können wir den zugewiesenen Menschen einen möglichst guten Einstieg in unsere Gesellschaft bieten - mit ihren Pflichten und ihren Rechten."

Am zweiten Informationsanlass beschäftigte die Anwohnenden Themen wie die öffentliche Sicherheit und die Hausordnung. Letztere wird auf der Homepage publiziert, sobald sie vom Gemeinderat genehmigt ist. Schon heute leben, von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, 74 Flüchtlinge und Asylsuchende in Widnau. "Künftig werden es 94 sein", sagte Christa Köppel. In der Wohnanlage Nefenfeld wird Wohnraum für 42 Personen bereitgestellt. "Wird man das Nefenfeld weiter ausbauen? Und wie lange bleibt die Wohnanlage bestehen?" Auch diese Fragen beschäftigten die Anwohnenden. Ein weiterer Ausbau sei nicht vorgesehen, antwortete Köppel. Und: "Die Wohnanlage soll keine Dauereinrichtung sein." Es sei Pflicht und Aufgabe der Gemeinden, Flüchtlinge und Asylsuchende aufzunehmen. Diese Menschen würden heute den Gemeinden proportional zur Einwohnerzahl zugewiesen, und die Gemeinden hätten die nötigen Unterkünfte zu schaffen. Marco Köppel, Feuerschutzbeauftragter, erläuterte die Brandschutzmassnahmen, die er mit dem Amt für Feuerschutz des Kantons St. Gallen abgestimmt hat. Auf Wunsch der Anwohnerschaft findet im kommenden Jahr eine Begehung in der umgebauten Schulanlage statt.

Kontakt:
Anita Bosser, Projektverantwortliche Asylwesen Widnau
Tel. 071 599 21 71
E-Mail: asyl@widnau.ch

Wohnanlage Nefenfeld
Anita Bosser, Projektverantwortliche Asylwesen, wird in der Wohnanlage Nefenfeld zusammen mit einem Kollegen präsent sein

zur Übersicht


Copyright © Gemeinde Widnau