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Vom Bauernhof zum Industrieort

1924

Wie die meisten Gemeinden im Rheintal ist Widnau eine arme Kleinbauerngemeinde. Die Bevölkerung leidet unter den sich jährlich wiederholenden Überschwemmungen. Der Rhein raubt den „Armenhäuslern“ regelmässig das wenige Vieh und die spärliche Ernte. So wird bei der Gründung der Gemeinde 1883 nicht nur gezweifelt, ob in Widnau genügend Intelligenz nachwachse, um die eigene Gemeinde erfolgreich zu verwalten, sondern es wird auch vermutet, das Geld dazu reiche bei weitem nicht.
Mitte des 19. Jahrhunderts beginnen einzelne Kleinbauern mit Seidenwinderei in Heimarbeit, dann mit Kettenstickerei. Die Handstickmaschine bringt Verdienstmöglichkeiten in grösserem Masse. Mit der Schifflistickmaschine und der technischen Weiterentwicklung zum Automaten wird aus dem Nebenerwerb die Haupteinnahmequelle. Widnau wird zum Dorf der Sticker.
Die florierende, exportorientierte Stickereiindustrie bricht während des Ersten Weltkriegs völlig zusammen. Damit kommen für viele kinderreiche Familien die Not und die Armut zurück. Das führt in den zwanziger Jahren zu einer Auswanderungswelle nach Amerika.

In der Zeit der Arbeitslosigkeit 1924 ist die Ansiedlung der Kunstseidefabrik „Viscose“ nicht nur für Widnau, sondern für das ganze Tal ein Lichtblick. Die Fabrik gibt Arbeit und schafft neue Verdienstmöglichkeiten - für die jungen Männer und vor allem auch für die jungen Frauen. Die Fabrik ist der Motor für eine rasante wirtschaftliche, demografische und soziale Entwicklung der jungen Gemeinde.
Viscosuisse AG, Widnau

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